Die Wichtelregeln
Ein offizielles Regelwerk gibt es nicht, aber fast jede Gruppe macht es so:
- Alle ziehen einen Namen, und niemand zieht den eigenen.
- Jede Person macht ein Geschenk und bekommt eines.
- Der gezogene Name bleibt bis zum Geschenketausch geheim, oder für immer, wenn eure Gruppe das lieber möchte.
- Alle halten sich an das vereinbarte Budget.
- Alle bringen ihr Geschenk am vereinbarten Tag mit.
Alles Weitere entscheidet eure Gruppe. Klärt es, bevor jemand einen Namen zieht, damit niemand das Gefühl hat, die Regeln hätten sich nachträglich geändert.
In sechs Schritten zum Wichteln
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Stelle die Gruppe zusammen
Ihr braucht mindestens 3 Personen, aber ab 4 bleibt es besser geheim: Bei genau 3 kann sich jede Person aus dem Namen, den sie gezogen hat, die ganze Auslosung erschließen. Kläre vorher, ob wirklich alle mitmachen möchten.
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Lege Termin und Budget fest
Wähle den Tag des Geschenketauschs und einen Betrag, den sich alle gut leisten können. Viele Gruppen entscheiden sich für etwa 10 bis 20 €. Ein klarer Betrag funktioniert besser als „eine Kleinigkeit“, denn darunter versteht jeder etwas anderes.
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Klärt die Details
Soll es ein Thema geben, etwa Selbstgemachtes oder Bücher? Sind Gutscheine in Ordnung? Erfahren alle, von wem ihr Geschenk ist, oder bleibt es ein Geheimnis? Wenn ihr das jetzt kurz klärt, erspart ihr euch später viele Fragen.
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Lost die Namen aus
Lost mindestens zwei Wochen vor dem Geschenketausch aus, oder drei bis vier Wochen, wenn Geschenke verschickt werden müssen. Legt vorher fest, wer sich nicht gegenseitig ziehen soll, zum Beispiel Paare. Wählt dann eine der drei Möglichkeiten, die weiter unten beschrieben sind.
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Sag jeder Person einzeln, wen sie gezogen hat
Jede Person sollte nur den Namen erfahren, den sie selbst gezogen hat. Nenne dabei auch Termin, Budget und Details, damit niemand im Gruppenchat nachfragen muss. Poste nie die ganze Liste in einer Gruppe, auch nicht zur Kontrolle.
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Feiert den Geschenketausch
Erinnere alle ein paar Tage vorher daran. Schreibt am Tag selbst auf euer Geschenk, für wen es ist, aber nicht, von wem. Öffnet die Geschenke dann nacheinander und lasst alle raten, von wem sie sind.
Drei Wege, Namen auszulosen
Mit Zetteln
Schreibe jeden Namen auf einen Zettel, lege die Zettel in einen Hut und lass alle reihum einen ziehen. Das geht schnell und ohne Handy, aber alle müssen im selben Raum sein. Außerdem gibt es einen Haken: Ab 4 Personen liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 63 %, dass mindestens eine Person den eigenen Namen zieht, und dann müssen alle von vorn anfangen. Und dass niemand den eigenen Partner oder die eigene Partnerin zieht, klappt mit Zetteln nur, wenn ihr immer wieder neu zieht.
Mit einer App
Eine App lost die Namen aus und schickt jeder Person den Namen, den sie gezogen hat, ohne dass ihr euch treffen müsst. Die Secret-Santa-App kannst du kostenlos herunterladen. Nur du brauchst sie, und niemand braucht ein Konto. Füge die Namen, das Budget und den Termin hinzu, lege Ausnahmen fest, damit sich Paare nicht gegenseitig ziehen, und sende jeder Person per E-Mail, SMS, WhatsApp oder über einen anderen Messenger den Namen, den sie gezogen hat. Du siehst auch, wer die Einladung geöffnet hat, und kannst sie mit einem Fingertipp erneut senden.

Das Handy herumgeben
Alle im selben Raum, aber nicht alle E-Mail-Adressen zur Hand? Starte die Live-Auslosung in der App und gib das Handy herum: Jede Person sieht nacheinander nur den Namen, den sie gezogen hat. Eine Internetverbindung ist nicht nötig.
In der Familie, im Büro oder auf Distanz
In der Familie
Klärt zuerst, ob Kinder mitmachen: Manche Familien losen für sie separat aus. Lege Ausnahmen fest, damit sich Paare nicht gegenseitig ziehen. Nächstes Jahr wieder? Dupliziere das Event in der App, damit niemand dieselbe Person wie im Vorjahr bekommt.
Im Büro
Die Teilnahme sollte freiwillig sein, damit sich niemand rechtfertigen muss. Legt den Geschenketausch in die Arbeitszeit, damit alle dabei sein können, vereinbart ein kleines Budget und achtet auf Geschenke, die zum Arbeitsplatz passen: nichts allzu Persönliches und keine Scherze, die jemandem peinlich sein könnten.
Auf Distanz
Lost früher aus, damit genug Zeit für den Versand bleibt, und klärt, wie ihr Adressen teilt, etwa in einer Liste, die die ganze Gruppe sehen kann. Viele Onlineshops liefern direkt an die Person, die du gezogen hast. Öffnet die Geschenke gemeinsam in einem Videoanruf. Wenn eure Gruppe WhatsApp nutzt, kannst du aus der App heraus jeder Person einzeln per WhatsApp den Namen schicken, den sie gezogen hat, statt etwas im Gruppenchat zu posten.
Fragen und Antworten
Funktioniert Wichteln mit einer ungeraden Personenzahl?
Ja. Es werden keine Paare gebildet: Jede Person beschenkt genau eine andere und wird von genau einer beschenkt, also klappt jede Anzahl ab 3.
Kann der Organisator mitmachen?
Ja. Mit der Secret-Santa-App bekommt der Organisator wie alle anderen einen Namen zugelost und muss sich die Auslosung nicht ansehen.
Wie verhindert man, dass sich Paare gegenseitig ziehen?
Mit Zetteln müsst ihr so lange neu ziehen, bis niemand den eigenen Partner oder die eigene Partnerin gezogen hat. In der App fügst du eine Ausnahme hinzu, indem du die beiden Namen antippst. Diese beiden Personen ziehen sich dann nicht gegenseitig.
Was tun, wenn jemand nach der Auslosung abspringt?
Meist muss niemand neu ziehen. Wer die abspringende Person gezogen hat, übernimmt einfach den Namen, den diese gezogen hatte. Springt zum Beispiel Emma ab: Wer Emma gezogen hat, besorgt jetzt das Geschenk für die Person, für die Emma eines besorgt hätte. Alle anderen behalten den Namen, den sie gezogen haben. Aber: Hatten sich Emma und die Person, die ihr etwas schenken sollte, gegenseitig gezogen, braucht ihr eine neue Auslosung.
Was ist der Unterschied zwischen Wichteln und Würfelwichteln?
Beim klassischen Wichteln besorgst du ein Geschenk für die Person, die du gezogen hast. Beim Würfelwichteln zieht niemand einen Namen: Alle bringen ein Geschenk mit, und dann wird reihum gewürfelt, um Geschenke zu nehmen oder zu tauschen. Das Schrottwichteln läuft oft ähnlich ab, nur mit absichtlich unnützen oder geschmacklosen Geschenken, oft Dingen, die man zu Hause loswerden möchte.
Noch keine Geschenkidee?
Alle können direkt aus ihrer Einladung heraus Geschenkideen auf einen kostenlosen Wunschzettel schreiben. Wer für jemanden ein Geschenk besorgt, sieht dessen Wunschzettel, so muss niemand raten. Weitere Ideen findest du in unserem Geschenkführer.